Requiem
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für Sopransolo, Oboe, 4 - 6st. gemischten Chor und Orgel (1991)
I. Introitus
II. Kyrie
III. Domine, Jesu Christe
IV. Sanctus
V. Pie Jesu
VI. Agnus Dei
VII. Lux Aeterna
VIII. Libera me
IX. In Paradisum
Nach franz. liturgischer Ordnung 9-sätzig; geweitete Tonalität auf Großterzbasis
WN 1
Gesamtdauer: ca. 45 min
Schwierigkeitsgrad: mittel
UA: 1993 St. Jodokus-Kirche, Bielefeld
CD: "Requiem", Kaleidos Musikeditionen KAL 6308-2 (2009)
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Notenbeispiele
Lux Aeterna (Auszug)
In Paradisum (letzte Seite)
Hörbeispiele
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"Musik nach Maß [...]
War das kurze Agnus Dei zwischen den [...] Stücken Hindemiths platziert, so bildete Erwin Meiers Requiem den tiefempfundenen, die Möglichkeiten der Einzelstimmen geschickt ausnutzenden chorischen Höhepunkt und Abschluß. [...] Wunderschön erhebt sich der Oboenklang aus dem im langsamen Dreierrhythmus geführten Introitus.
Erwin Meiers Requiem hat bei aller beklemmenden, angsterfüllten, ostinatohaften Dunkelheit etwas Befreiend-Tröstliches, und es macht die ohne Zweifel hohe Qualität dieses Werkes aus, wie es dem Komponisten gelang, die Stimmungswerte mit dem ihm zur Verfügung stehenden 'Material' sinnvoll und nach Maß auszuformen."
Westfalenblatt Bielefeld, 21.03.1993
"Berückend schöne Chorszenen
[...] Natürlich orientiert er [Erwin Meier] sich am Klang, als ausübender Musiker eine Selbstverständlichkeit, aber in hiesiger Kompositionslandschaft beileibe nicht selbstverständlich. Chorszenen von außerordentlicher Schönheit leuchten auf. Etwa das 'Kyrie' oder die kunstvoll aneinandergestellten Klangflächen im 'Libera me' [...]"
Eckard Britsch, NeueWestfälische, 21.03.1993
"Im Requiem von Erwin E. W. Meier
für Sopransolo, Chor, Oboe und Orgel scheint eine ernüchterte Begeisterung über Auferstehungsgewissheiten sich Jubelatmosphären zu ersparen [...]"
Günter Moseler am 23.11.2008
"Wo Kodály und Fauré durchschimmern
In memoriam Maurice Duruflé steht über dem letzten Satz des Requiems, das der Detmolder Komponist Erwin E. W. Meier 1991 vollendet hat: Duruflé als verehrter Meister, als Vorbild für die eigene Musik, die jener Duruflés ähnelt, stellenweise bis hinein in die Textdeklamation. Dann gibt es Stellen wie im „Kyrie“, die nach Rheinberger klingen, im „Libera me“ schimmert Zoltán Kodály durch, bei manchen Sequenzen hat ganz klar Gabriel Faurés Requiem Pate gestanden [...]
Meiers Idee, einer Oboe immer wieder spannungsvolle Dialoge mit Orgel, Chor und Solo-Sopran anzuvertrauen, gab dem ganzen Stück besonderen Reiz [...]"
Thomas Hilgemeier, WN 23.11.08
"In Introitus, Kyrie, Domine, Jesu Christe, Sanctus, Pie Jesu, Agnus Dei, Luxaeterna, Libera me und In paradisum verwebt Meier seine Musik mit Anklängen an Musikgrößen wie Fauré, Pepping, Distler und Duruflé. Mithin hört das Auditorium kantig anmutende Quart- und Quintklänge ebenso wie traditionelle Harmonien.
Die Dramaturgie verzeichnet spannungsgeladene, wuchtige Momente, etwa den aufgewühlten Chor im „Libera me", im „Dies illa, dies irae" (Tag des Zorns) ebenso wie anmutige, überirdische, gleichsam himmlische Momente, etwa die flehentliche Bitte im „Kyrie eleison" (Herr, erbarme dich) oder das „Lux aeterna", in dem sich über funkelnden Zimbel- und Aliquottönen der Solosopran und die Oboe dialogisch begegnen [...]
Neue Westfälische, 25.11.2008, Hubertus Ebbesmeyer
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